Vom belächelten Hobby zum weltweiten Phänomen

Profis beim Sport zuzuschauen, sie anzufeuern und als Fans Höhen und Tiefen zu erleben ist Teil unserer Kultur. Aber professionellen Gamern beim Zocken zusehen? Damit tat man sich lange Zeit schwer. Doch E-Sport ist erwachsen geworden und heute ein gewaltiges Spektakel.

Es sind Statistiken, von denen selbst Ronaldo und Messi nur träumen können: 59 Tore in sieben Partien. Gut, zugegeben, das waren keine «echten» Tore, die während «echten» Fussballspielen erzielt wurden. Auf diesen Wert kam E-Sport-Profi «kurt04111» im Rahmen des «FIFA eWorld Cup 2018», dessen Finale im August in London ausgetragen wurde. Der Event stellt das virtuelle Gegenstück zur «FIFA Fussball-Weltmeisterschaft» dar. Beim «FIFA eWorld Cup» kämpfen am Ende 32 Spieler, die sich über die «FIFA 18 Global Series» qualifiziert haben, um den Hauptgewinn – den Titel des «FIFA eWorld Cups» sowie ein Preisgeld von 250’000 Dollar.

Der Grossevent beweist: E-Sport ist heute ein ernstzunehmendes Betätigungsfeld. Und wie bei jedem Sport sind auch bei der E-Variante Talent, Kampfgeist sowie die richtige Förderung entscheidend für den Erfolg. Das hat man auch in der Schweiz erkannt. So unterhält zum Beispiel der FC Basel ein eigenes, dreiköpfiges E-Sport-Team. Die Begründung: Der FCB wolle auch in dieser neuen Disziplin für seine Fans erlebbar sein. Das Talentmanagement des Vereins im Bereich E-Sport scheint sich auszuzahlen: So schaffte es der FCB-E-Sportler Tim «THE STRXNGER» Katnawatos an der Weltmeisterschaft in London unter die acht besten Playstation-Spieler. Um diese Leistung in den richtigen Kontext zu stellen: Nicht weniger als 20 Millionen Spieler hatten versucht, den Titel nach Hause zu bringen.

Der Weg ins Profileben

Die Konkurrenz ist also gewaltig. Wie schafft man da den erfolgreichen Branchen-Einstieg? Auf www.esports.ch gewährt FCB-E-Sportler und zweifacher «Fifa»-Schweizermeister Luca «LUBO» Boller Einblicke im Rahmen eines Youtube-Videos. Dabei kommt Boller auf die wichtigsten Turniere zu sprechen und erklärt, über welche Kanäle Spieler ihr Können am besten bekanntmachen können. In anderen Videos gibt der E-Sport-Profi zudem Tipps und Tricks, wie man auf dem virtuellen Fussballrasen brilliert.

Die Spiele der «FIFA»-Reihe gehören zu den Favoriten im E-Sport-Zirkus. Aber auch Strategiespiele wie «Dota 2» und «Starcraft 2» sowie Shooter wie «Overwatch» sind grosse Publikumsmagnete, die saftige Preisgelder abwerfen.